February 21st, 2011

ROTUNDE – Alter Katholikentagsbahnhof | Bochum | Ehrenfeld

Seit Anfang 2010 heisst die neue Location in Bochum „Alter Katholikentagsbahnhof“, oder kurz: Rotunde. Der eigentümliche, morbide Bau von 1949 zog im Kulturhauptstadtjahr alle in seinen Bann und wurde schnell zum Tummelplatz für Leute, die es auf Parties, Konzerten, Lesungen und Ausstellungen gern etwas abgefahrener haben. Andreas Kellner arbeitet seit dem Ende seines Dornröschenschlafs daran, den geschichtsträchtigen Bau mit kulturellem Leben zu füllen.

Was gibt es hier?
Andreas Kellner: Das Angebot ist sehr breit gefächert. Es gibt Ausstellungen, Konzerte, Parties, Lesungen – die komplette, bunte Welt der Kulturlandschaft. Gern auch in Kombination miteinander, wie etwa beim Ruhrpuls-Festival, wo Kunst und Party zusammenkamen und sich gegenseitig befruchtet haben.

Was ist die Geschichte hinter dem Ort?
Andreas Kellner: Da muss ich etwas ausholen. Hintergrund ist der, dass das Gelände seit 2008 im privaten Besitz ist. Seitdem gab es von der “Projektgesellschaft Alter Bochumer Hauptbahnhof”, bei der auch ich bin, zunächst das Bestreben, das berühmt-berüchtigte Café Industrie, das Kleinkunst-Theater von Frank Goosen, im Katholikentagsbahnhof zu machen. Man hat aber sehr schnell festgestellt, dass das aus baulichen Gründen nicht möglich ist. Inzwischen liegt das Projekt ja komplett auf Eis, aus verschiedenen baurechtlichen Gründen – Stichwort Abwasserkanal.
Nun hat man den Katholikentagsbahnhof wieder als Projekt ins Visier genommen, der vorher einfach brach lag. Ohne, dass es da vorher einen großen Plan gegeben hätte, war die Marschroute einfach: Wir wollen hier etwas machen. Darauf hat man mich dann angesetzt und ich leite jetzt quasi die Geschicke der Location hier.
Es ging dann alles sehr schnell und nachdem sich die ersten Leute das Ding angeguckt haben, waren die auch gleich Feuer und Flamme und hatten Ideen, was sie machen können und wollen. Dann musste man das eigentlich nur noch umsetzen.

Was ist das Besondere an der Rotunde?
Andreas Kellner: Die Atmosphäre. So eine Atmosphäre hat man sehr selten, das bestätigen alle, die mal hier waren, auch aus anderen Städten. Das ist für Bochum noch mal extra außergewöhnlich. Dieser raue Charme, das leicht angemoderte, und gleichzeitig diese vielen verschiedenen Erinnerungsstücke, die man darin findet und die auch auf den alten Bahnhof schließen lassen – der Ort hat Geschichte.

Was magst Du an der Location besonders? Hast Du vielleicht eine Lieblingsveranstaltung?
Andreas Kellner: Neben der Atmosphäre mag ich vor allem, dass die Rotunde so unglaublich variabel für Veranstaltungen ist. Man kann Konzerte, Ausstellungen und Lesungen machen und der Ort bietet jeder Veranstaltung eine schöne Kulisse und einen schönen Rahmen.
Besonders die Streetwear-Today-Ausstellung war sehr ambitioniert und da ist auch viel passiert. Ich hätte den Veranstaltern Martin Magielka und Marcus Welt etwas mehr Publikum gewünscht, aber was die hingezaubert haben fand ich schon super. Wobei ich die anderen, kleineren Sachen, wie die Macondo-Lesereihe auch super fand. Da gab es ganz tolle, besondere Momente.

Wo gehst Du selber gern hin?
Andreas Kellner: (lacht) Ich bin gerade Vater geworden, ich geh nirgends mehr hin. Bei Fräulein Coffea geh ich sonntags gern einen Kaffee trinken und einen Kuchen essen, Blondies find ich auch super, weil ich Vegetarier bin, und in Bochum Ehrenfeld gibt es viele tolle Läden wie den RNDM Store und andere.


ROTUNDE – Alter Katholikentagsbahnhof
Vikoriastr. | 44789 Bochum | KARTE

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One Response to “ROTUNDE – Alter Katholikentagsbahnhof | Bochum | Ehrenfeld”

  1. Alter Katholikentagsbahnhof « rotunderotunde Says:

    [...] ROTUNDE – Website [...]

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