Bande – für Gestaltung! | Designer | Dortmund
Stefan und Jannis alias Bande – für Gestaltung! sitzen in Dortmund und sorgen dort für innovative Design-Lösungen von Corporate Design über Fotografie bis Digitales und Film/Video. Nebenbei kochen sie gern und richten jeden Tag einen „Teller des Tages“ an, den sie dann mit appetitanregenden Fotos bei Facebook präsentieren. Außerdem haben sie bei unserem Projekt „pottspotting analog“ tolle Fotos und Videos gemacht. Genug Gründe also, um die Jungs mal bei uns vorzustellen.
Was macht Ihr?
Jannis: Wir haben ein Büro für Kommunikationsdesign in Dortmund und arbeiten auf dem kompletten Gebiet. Hauptsächlich geht es um so etwas wie Corporate Design, also Logos entwerfen, aber auch Editorial Design. Wir bieten außerdem Fotografie an, oft auch Corporate Fotografie, die zu der Formensprache passt. Websites gehören auch dazu.
Was bedeutet es für Euch im Ruhrgebiet zu sein und zu arbeiten?
Stefan: Wir kommen alle nicht von hier sondern sind für’s Studium hergekommen. Wir haben uns dann noch während des Studiums entschlossen, eben nicht nach Berlin oder Hamburg zu gehen, sondern es hier zu probieren.

Warum habt Ihr Euch für den Pott entschieden?
Stefan: Weil es hier noch etwas zu tun gib. Man merkt sehr oft, dass da doch einiges geht und dass es auch schön ist, etwas aufzubauen und sich nicht wie in Berlin oder Hamburg ins gemachte Nest zu setzen.
Was ist für Euch typisch Ruhrgebiet?
Jannis: Da wir sonst noch nirgends ein Büro hatten, fehlt uns da der Vergleich…
Stefan: Ich denke, gerade in Dortmund erwarten die Leute nicht, dass es eine große Agenturszene gibt. Das ist natürlich in Hamburg, Düsseldorf oder Köln anders. Insofern ist vielleicht alles ein bisschen bodenständiger, ein bisschen weniger schicki-micki hier. Sehr ruhrgebietstypisch sind auch die Schrebergärten. Wir haben auch einen …
Hat sich in den letzten Jahren etwas verändert im Ruhrgebiet?
Stefan: Im Kulturhauptstadtjahr 2010 war viel los, da waren viele Leute da, die sonst nicht hergekommen wären. Aber ob sich da dauerhaft was ändert, wird die Zukunft zeigen. Ich glaube aber schon, dass hier ein fruchtbarer Boden bereitet wurde.
Jannis: Ich finde schon, dass die Leute in unserem Alter versuchen, sich hier etwas zu erobern. Entweder weil sie sowieso hier sind und etwas machen wollen, oder weil sie sich bewusst dafür entscheiden, hier zu bleiben und hier etwas aufzubauen.
Versteht Ihr Euch als Teil einer Szene von ‚Pionieren’ die das Ruhrgebiet gemeinsam nach vorne bringen?
Stefan: Es gibt natürlich viele Sachen die wir machen, weil wir dafür Geld bekommen und davon leben. Aber wir machen auch einige Projekte weil wir sie gut und fördernswert finden, auch wenn da weniger Geld drinsteckt. Damit leisten wir vielleicht teilweise Pionierarbeit, aber ob wir Pioniere sind, weiß ich nicht …
Jannis: Wir sind natürlich nicht die ersten, von daher würde ich uns nicht als Pioniere verstehen. Aber es gibt schon Projekte, wo wir Engagement reinstecken.

Was fehlt dem Ruhrgebiet noch?
Stefan: Selbstbewusstsein.
Jannis: Die Leute müssten auch mehr über die Stadtgrenzen hinausschauen. Es entwickelt sich erst langsam, dass die Leute das hier als eine große zusammenhängende Region begreifen, weil jeder eigentlich noch in seiner Stadt verwurzelt ist und nicht mitkriegt – oder auch nicht mitkriegen will –, was 10 Km entfernt um die Ecke passiert. Da ist die Vernetzung noch nicht so ideal, da sollten die Leute begreifen, dass sie etwas davon haben und dass es ein Riesenangebot in der Reichweite gibt.
Wie seid Ihr denn im Ruhrgebiet vernetzt?
Stefan: Mit den Radau-Mädels haben wir Diplom gemacht, wir sind quasi ein in freundschaftlicher Konkurrenz zu Radau stehendes Unternehmen. Zum Thema Vernetzung: heute habe ich Martin Magielka getroffen, unter anderem wegen ihm bin ich auch ins Ruhrgebiet gezogen. Er hat damals mit seinem Streetwear Today Magazin begonnen und ich war einer der ersten Mitarbeiter dabei.
Jannis: Die Mädels von YAWN kennen wir auch, das sind Freunde von uns. Außerdem sind wir auch mit Heimatdesign vernetzt.
Was findet Ihr gut am Ruhrgebiet?
Stefan: Ich finde, es ist schon ein ehrliches Miteinander hier. Wenn die Leute dich Scheiße finden, dann sagen die dir das oder lassen es dich spüren. Wenig Kulisse, das finde ich positiv.
Jannis: Ich denke auch man hat hier die Chance, noch sehr viel zu machen, es gibt ein Riesenpotential. Wer hier aktiv ist, kann eine ganze Menge investieren, aber auch sehr viel davon ernten. Und man hat hier einen extremen Abwechslungsreichtum, in den Städten und auch von Stadt zu Stadt.
Bande – Für Gestaltung!
Schubertstraße 4 | 44145 Dortmund |
www.bandefuergestaltung.de








October 18th, 2011 at 21:49
Nice. Bitte das Link auf die Website der Herren reparieren!